5. Vaginismus Übung: Sexualität und Orgasmus

Entdecke deinen Körper, deine Sexualität und deinen Orgasmus

Orgasmus

 

Werde Forscher deiner eigenen Spielwiese

Anmerkung für die Allgemeinheit: Ich möchte hier betonen, dass es sich um Übungen für Frauen mit Vaginismus handelt. Oft wird der Körper durch den Scheidenkrampf abgelehnt und die eigene Sexualität dadurch auch. Viele verdrängen es eine sehr lange Zeit, wie auch ich und haben dadurch einfach ein gestörtes Verhältnis zu Ihrem Körper und ihren Bedürfnissen. Man verurteilt sich selbst, fühlt sich schlecht und hilflos. Mit diesen Übungen kann man genau das ändern. Für jemanden, der damit keine Probleme hat, sind dies vielleicht die normalsten Dinge der Welt. Für Frauen mit Vaginismus nicht.

Annahme und Orgasmus

Wie geht es Dir nach den ersten Wochen? Fühlst du dich schon mehr bei Dir? Hat sich deine Grundstimmung positiv verändert? Hast du noch ein beklemmendes Gefühl, wenn du dich nackt an deinen Wohlfühlort begibst? Denke immer daran, es ist eine Ent-Wicklung. Du brauchst deine Zeit. Jeder macht es auf seine Art und Weise, in seiner Zeit.

Stell dir vor, du bist der Forscher und dein Forschungsobjekt bist du selbst und dein Körper.

Bei dieser zweiten Übung kommen nun erste Hilfsmittel ins Spiel:

Dafür gibt es natürlich auch eine Erklärung. Deine Forschungsreise soll für dich so spannend wie möglich sein. Damit du dich aber auch immer und immer wieder auf die Reise begibst um weiter zu der „Höhle“ vorzudringen, brauchst du eine Art „Belohnung“. Und ja, das hört sich wirklich jetzt nicht toll an, aber für die Vorstellung finde ich es eigentlich ganz witzig.

Die Belohnung treibt dich an

Deine Belohnung wird der Orgasmus am Ende deiner Übung. Und vielleicht denkst du jetzt: „Ahh.. nein, ich hatte noch nie einen oder das geht doch nicht, wie soll das funktionieren? Ich kann doch nichts einführen!“ Das sollst du ja auch gar nicht. Dafür gibt es den ultimativen Womanizer*. Ich möchte behaupten, dass hiermit JEDE Frau einen Orgasmus bekommen kann. Das Gute ist, wenn man es bestellt, kommt es absolut anonym an. Mache dir also keinen Sorgen, dass deine Familie oder Nachbarn davon Wind bekommen.

Es geht einfach darum, dass du anfängst deine Sexualität wirklich zu leben, deinen Körper kennenlernst und erforscht und dass du vor allem Lust hast, deine Übungen zu machen. Wenn für dich nichts dabei rumkommt, wirst du nicht lange durchhalten. Selbst wenn du so wie ich Probleme mit deiner Libido hast, wirst du mit diesem Tool Lust und dann auch einen Orgasmus bekommen. Glaube mir, du wirst dich schon bald sowas von auf deine regelmäßige Auszeit freuen.

Und auch hier möchte ich wieder anmerken: Es ist nicht egoistisch. Falls du in einer Partnerschaft lebst und denkst, du darfst keinen Spaß allein haben. AUF JEDEN FALL DARFST DU DAS. Und du musst es sogar, damit du aus dem Teufelskreis aussteigen kannst!

Das zweite Hilfsmittel ist das richtige Gleitmittel. Dieses verwendest du nicht nur für die Vaginismus Übung mit dem Dilator, sondern auch für deinen Womanizer. Denn damit ist deine Vagina ausreichend feucht und es fühlt sich alles leichter und geschmeidiger an. Mit dem Gleitmittel steht und fällt alles. Deswegen möchte ich dir auch ans Herz legen, dass für dich passende auf Herz und Nieren zu testen. Wenn du das falsche Gleitmittel für dich und deinen Körper gewählt hast, kann das ausschlaggebend für deinen Erfolg sein. Ich habe wirklich viele ausprobiert: Standard, Bio, Wasserbasis, Öl. Teste was am Besten zu DIR passt. Es soll sich angenehm auf der Haut anfühlen, kein Brennen, Jucken oder andere Irritationen erzeugen, denn damit erreichst du wieder das Gegenteil.

Step 1: Betrachte und Berühre dich

Berühre dich
Wenn du nun alle drei Dinge zusammen hast, kannst du mit der zweiten Übung beginnen.

Ich empfehle dir, vor dieser Übung die Bodyscan Meditation zu wiederholen und danach ganz entspannt anfängst DICH, deinen Körper, im Spiegel zu betrachten. Achte hier auf deine Gedanken.

  • Richte einen liebevollen Blick auf dich selbst.
  • Berühre dich. Gib dir selbst Zuneigung und Wärme.
  • Du hast nur diesen einen Körper. Du weißt, dass er nicht „Schuld“ ist.
  • Du erforscht dich, berührst dich, streichelst dich und schaust dir selbst dabei zu.

Wenn du dich wohler fühlst, kannst du dich auch erst liebevoll im Spiegel ansehen und dich danach hinsetzen oder legen und dann berühren, streicheln. So habe ich es immer gemacht.

Merke: Für den ersten Step deiner zweiten Übung benötigst du:

  • deinen Wohlfühlort,
  • deine ungeteilte Aufmerksamkeit,
  • einen Spiegel,
  • deinen Gedankensammler*.

Mein Tipp: Beobachte deine Gedanken als Außenstehende. Wie betrachtest du dich selbst und wie verändern sich deine Gedanken mit jedem neuen Tag? Schreib es auf.

orgasmus

Step 2: Lass deiner Phantasie und deinem Orgasmus freien Lauf

Betrachte dich
Im zweiten Step geht es um deine Vulva, deine Vagina und deine Erregung.

Nimm dafür ggf. einen kleineren Spiegel und setze dich mit gespreizten Beinen davor. Schau dir deine Vulva und Vagina mit den Augen eines Wissenschaftlers an.

Wie sieht sie für dich aus? Wie fühlt sie sich an? Hier kommt nun auch dein Gleitmittel ins Spiel. Creme deine Vulva damit ein. Ganz behutsam, ganz liebevoll. Wenn du dich selbst berührst, spürst du dann deine innere Verkrampfung? Kannst du dich noch an die Dehnübung erinnern? Wenn du nun den Eingang deiner Vagina berührst, spürst du deinen eigenen Widerstand? Denke daran, du möchtest nichts einführen! Du streichelst dich nur. Vertraue Dir selbst.

Kannst du den Widerstand jetzt loslassen? Versuche immer, dich an alle Informationen aus meinen Vorberichten zu erinnern. Wenn du spürst dass du dich anspannst, gib den Wiederstand auf und lass los. Vielleicht kannst du die Entspannung sogar im Spiegel sehen.

Wenn du bemerkst, dass du losgelassen hast, dann setze deinen Womanizer* ein. Du musst ihn nur aufsetzen und arbeiten lassen. Vielleicht schaffst du es sogar, vor dem Spiegel zu bleiben und deine Vulva und Vagina zu beobachten, bist du zum Orgasmus kommst. Betrachte es auch hier wieder aus „Forschersicht“.

Tipp:

Wenn du trotz des Womanizers Schwierigkeiten hast den Höhepunkt zu erreichen, überlege dir, was dich erregt. Ist es ein erotischer Film oder ein erotisches Buch? In der heutigen Zeit von Netflix und Co. Gibt es selbst in frei verfügbaren Serien bereits schöne Sexszenen, die einen „Antreiben“ können. Scheu dich nicht, dieses Hilfsmittel einzusetzen. 

Es ist wichtig, dass du deinen Höhepunkt erreichst, damit du deine Übungen regelmäßig wiederholst. Es ist der Höhepunkt deiner kleinen Auszeit. Du sollst dich darauf freuen. Du sollst es wollen. Es ist die Belohnung deiner Mühe. Es ist dein persönlicher Moment.
Wie du deinen Höhepunkt erreichst, bleibt dir überlassen.

Wenn du zum Orgasmus gekommen bist, spring nicht sofort auf und beende deine Auszeit. Bleibe noch eine Weile liegen und spüre nach. Ganz bewusst. Ist dir warm? Bist du entspannt? Wie fühlen sich Vulva und Vagina an? Fühlst du dich gut oder schlecht?

Mein Tipp: Schreibe dir auch diese Gefühle und Gedanken auf. Sei achtsam. Wenn du dich schlecht fühlst, frage dich warum das so ist und beobachte, ob es im Laufe der Übungen auch nach einer gewissen Zeit dabei bleibt.

Merke: Für den zweiten Step deiner zweiten Übung benötigst du:

Da ich gerne mit meiner Phantasie arbeite, plane ich für diese Übung immer 60 Minuten ein. Wenn du dir Anregungen über Filme holst, kann das auch schneller oder länger gehen. Finde hier deinen ganz eigenen individuellen Rhythmus. Auch hier gilt wieder, jeder ist anders und jeder findet seinen Weg.

PS: Es wird immer wieder Momente geben, wo einfach nichts hinhaut. Du kommst einfach nicht in den nötigen Groove, nicht in Stimmung und eigentlich ist Dir nur zum Weinen zumute. Das ist absolut okay. Auch hier heißt es wieder, annehmen und nicht verurteilen. Du bist ja schließlich ein Mensch mit Gefühlen und keine Maschine. Schlechte Tage gehören einfach dazu. Gerade wir Frauen tragen viele Emotionen in uns, die uns manchmal ganz schön umhauen können. Also, setze dich nicht unter Druck, sondern gönn Dir eine Pause.

 

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Anmerkung: Ich bin kein Arzt und kein Psychologe! Diese Übung basiert ausschließlich auf meiner eigenen Erfahrung.

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